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Barfüßele
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Antlitze Amreis gezuckt und jetzt bedeckte sie das Gesichtmit beiden Händen und die Thränen quollen ihr zwischenden Fingern hervor. Johannes hielt seine Hand auf ihr.

Alle Gefreundeten waren herzugekommcn, und sahenstaunend was hier vorging.

„Was ist denn das mit dem Barfüßele? Was istdenn da?" lärmte der Nodelbaucr.

„So? Barfüßele heißt du?" jauchzte Johannes, erlachte laut und heftig und rief wieder: „Jetzt komm'.Willst du mich? Sag's nur hier gleich, da sind Zeugenund die müssen's bestätigen. Sag Ja! und nur der Todsoll uns von einander scheiden."

„Ja! und nur der Tod soll uns von einander scheiden!"rief Barfüßele und warf sich an seinen Hals.

„Gut, so nimm sic gleich aus dem Haus!" schrie derRodelbauer schäumend vor Zorn.

„Ja, und das brauchst du mir nicht zu heißen, und ichdank' dir für die gute Aufwartung, Vetter; wenn dueinmal zu uns kommst, wollen wir's wett machen." Soerwiedertc Johannes. Er faßte sich mit beiden Händenan den Kopf und rief: „Herr Gott! O Mutter, Mut-ter! Was wirst Du dich freuen!"

„Geh hinauf, Barfüßele, und nimm deine Truhegleich mit, cs soll nichts mehr von dir im Haus sein,"befahl der Rodelbauer.

„Ja wohl, und mit weniger Geschrei geschieht dasauch," erwiedertc Johannes. „Komm', ich geh' mit dir,Barfüßele, sag', wie heißt du denn eigentlich?"

„Amrei!"

„Ich hält' schon einmal eine Amrei haben sollen, dieist die Schmalzgräfin, und du bist meine Salzgräsin.