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Barfüßele
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„Mach' dich g'snnntigt!" Sie hatte mir Ein Sonntags-kleid, und das war jenes, das sie damals beim Tanzeauf der Nachhochzcit in Endringen angehabt, und jedesBiegen und Rauschen des Gewandes tönte Freude undjenen Walzer, den sie danials getanzt; aber wie die Nachtrasch hereinsank und Amrei nur noch im Dunkeln alles fest-knüpfte, so bannte sic auch wieder alle Freude hinweg, undsie sagte sich nur, daß sie Johannes zu Ehren sich soankleide, und um ihm zu zeigen, wie sehr sie Alles,was aus seiner Familie komme, Hochhalte, band sie zuletztauch noch den Anhenker um.

So kam Barfüßele zmn Tanze geschmückt, wie damalsin Endringen, von ihrer Kammer herab.

„Was ist das? Was hast du dich so anzuziehen?"schrie Nosel im Aerger und in der Unruhe, daß derBräutigam so lang ausblieb. „Was hast du deinen ganzenReichthmn an? Ist das eine Magd, die so ein Hals-band anhat und so eine Denkmünze? Was muß er da-von denken! Gleich thnst du das herunter!"

„Nein, das thu' ich nicht, das hat mir seine Muttergeschenkt, wie ich noch ein kleines Kind war und das Hab'ich angehabt wie wir in Endringen mit einander getanzthaben."

Man hörte etwas fallen ans der Treppe, aber Nie-mand achtete darauf, denn Nosel schrie jetzt:

„So, du nichtsnutzige verteufelte Hex, du wärst jain Lumpen verfault, wenn man dich nicht heransgcnom-men hätte, du willst mir meinen Bräutigam wegnehmen?"

„Heiß' ihn nicht so, ehe er's ist," antwortete Amreimit einer seltsamen Mischung von Tönen und die alteKöchin ans der Küche rief: „Das Barfüßele hat Reckt,