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Barfüßele
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und gegen Abend kamen die Schwiegereltern des Rodel-bauern und andere Gefreundete. Es muß sich entscheiden.

In der Küche prozelte der Braten, und das Fichten-holz knackte, und die Wangen BarfüßeleS brannten vondem Feuer auf dem Herde und von innerem Feuer an-gefacht. Der Krappenzacher ging ab und zu, herauf undherunter in großer Geschäftigkeit, er that im ganzen Hausewie daheim, und rauchte aus der Pfeife des Nodelbauern.

„Also ist's doch entschieden!" klagte Barfüßele in sichhinein.

Es war Nacht geworden, und viele Lichter branntenim Hause, Noscl ging hoch aufgepntzt zwischen Stubeund Küche hin und her und wußte doch nichts anzurüh-ren. Eine alte Frau, die ehemals als Köchin in derder Stadt gedient hatte, war mit zum Kochen angenom-men worden. Es war Alles bereit.

Jetzt sagte die junge Bäuerin zu Barfüßele: „Gehuauf und mach' dich g'sunntigt" (sonntäglich angekleidet).

„Warum?"

„Du mußt heute aufwarten, du kriegst dann auch einbesser Letzgeld."

„Ich möchte in der Küche bleiben."

„Nein, thu' was ich dir gesagt habe, und mach' hurtig."

Amrei ging in ihre Kammer, und todmüde setzte siesich eine Minute verschnaufend auf ihre Truhe; es warihr so bang, so schwer, — wenn sie nur jetzt einschlafen undnimmer aufwachen könnte. Aber die Pflicht rief, undkaum hatte sie das erste Stück ihres Sountagsgewandesin der Hand, als Freude in ihr aufblitzte, und das Abend-rot!), das einen Hellen Strahl in die Dachkammer schickte,zitterte auf den hochgerötheten Wangen Amrei's.