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Als sie heraus kam, stand Johannes noch da, derHund sprang ihr entgegen, und lange stand sie hier nochbei Johannes an dem Vogelbeerbaum, der flüsterte sostill und wiegte seine Zweige, und sie sprachen über al-lerlei, und Johannes lobte ihre Klugheit und ihren regenSinn, und sagte zuletzt: „Wenn du einmal deinen Platzändern willst, du wärst die rechte Person für meine Mutter."
„Das ist das größte Lob, was mir ein Mensch aufder Welt hätte sagen können," betheuerte Barfüßele, „undich habe noch ein Andenken von ihr." Sie erzählte nundie Begebenheit aus der Kinderzeit, und Beide lachten,als Barfüßele bemerkte, wie der Dami es nicht vergessenwolle, daß die Landfriedbäuerin ihm noch ein Paar lederneHosen schuldig sei.
„Er soll sie haben," betheuerte Johannes.
Sie gingen noch mit einander das Dorf hinein, undJohannes gab ihr eine Hand zur „Guten Nacht."
Barfüßele wollte ihm sagen, daß er ihr schon einmaleine Hand gegeben, aber wie von dem Gedanken erschreckt,flog sie davon und hinein ins Haus. Sie gab ihm keineAntwort auf seine Gute Nacht! Johannes ging sinnendund innerlich verwirrt in seine Herberge im Auerhahn.
Barfüßele aber fand am andern Morgen den dickenBacken wie weggeblasen, und lustiger trällerte es nochnie durch Haus, Hof und Stall und Scheuer, als amheutigen Tage, und heute auch sollte sich's entscheiden,heute mußte sich Johannes erklären. Der Nodelbauerwollte seine Schwester nicht länger ins Geschrei bringen,wenn's vielleicht doch nichts wäre.
Fast den ganzen Tag saß Johannes drinnen in derStube bei der Rosel, sie nähte an einem Mannshemde,