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„Ich fürchte mich vor Niemand und am wenigstenvor Euch. Ich hab's Euch heute angesehen, daß Ihrgut seid."
„Wo denn?"
„Weil Ihr mir gerathen habt, wie ich das geschwol-lene Gesicht wegbringe; es hat mir schon geholfen, ichHab' jetzt Schuhe an."
„Das ist brav von dir, daß du folgst," sagte Johan-nes mit Wohlgefallen und der Hund schien das Wohlge-fallen an Barfüßele zu bemerken, denn er sprang an ihrhinauf und leckte ihre freie Hand.
„Komm her, Lux," befahl Johannes.
„Nein, lasset ihn nur," entgegnete Barfüßele, „wirsind schon gute Freunde, er ist heute bei mir in derKüche gewesen; mich und meinen Bruder haben die Hundealle gern."
„So? du hast auch noch einen Bruder?"
„Ja, und da Hab' ich Euch bitten wollen, Ihr thätetEuch einen Gotteslohn erwerben, wenn Ihr ihn alsKnecht zu Euch nehmen könntet; er wird Euch gewiß seinLebenlang treu dienen."
„Wo ist denn dein Bruder?"
„Da drunten im Walde, er ist vor der Hand Koh-lenbrenner."
„Ja, wir haben wenig Wald und gar keine Köhlerei,einen Senn' könnt' ich eher brauchen."
„Ja, dazu wird er sich auch anschicken. Jetzt, da istdas Hans."
„Ich warte, bis du wieder kommst," sagte Johannes,und Barfüßele ging hinein, das Wasser abzustellen dasFeuer herznrichten, und der Marann' frisch zu betten.
Auerbach, Barfüßele. 13