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gesungen?' fragte der Fremde. „Ist das auch eineSchwester?"
„Nein, das ist so halb und halb ein angenommenesKind; mein Vater ist sein Pfleger gewesen."
Der Bauer wußte recht Wohl, daß solche Mildthätig-keit ein schöner Ruhm eines Hauses sei und darum hatteer cs vermieden, Barfüßele gradaus Magd zu nennen.
Barfüßele war aber innerlichst froh, daß der Fremdenun doch von ihr wußte. Wenn er gescheit ist, muß ersich bei mir nach der Nosel erkundigen, berechnete sierichtig, und dann war die Anknüpfung gegeben, und erwar wenigstens vor Unglück bewahrt.
Rosel trug das Essen auf, und der Fremde war garerstaunt, daß so schnell eine so schöne Gasterei hergerich-tet sei; er konnte nicht wissen, daß Alles vorbereitet war,und Rosel entschuldigte, daß er einstweilen fürlieb nehmensollte mit der geringen Aufwartung, er sei's gewiß zuHause besser gewohnt. Sie rechnete nicht ohne Klugheit,daß das Hervorhebcn eines weltbekannten Ruhmes Jedemwohlthue.
Barfüßele mußte heute in der Küche bleiben und Roselalles in die Hand geben und immer und immer bat sie:„So sag' mir doch um Gotteswillen, wer ist's denn? Wieheißt er denn?" Aber Nosel gab keine Antwort, unddie Meisterin löste endlich das Gehcimniß, indem sie er-klärte: „Jetzt kannst du's schon sagen, es ist des Land-friedbauern Johannes von Zusmarshofen. Nicht wahr,Amrei, du hast noch ein Andenken von seiner Mutter?"
„Ja, ja," sagte Barfüßele, und sie mußte sich aufden Herd niedersetzcn, so war es ihr in die Kniee ge-fahren. Wie wunderbar war das Alles! Also der Sohn