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Barfüßele
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ein Schuß an die Stirne gefahren.Himmel was istdenn das?" Sie rieb sich hastig die Augen und riß sicwieder auf und fragte sich, ob sie noch träume.Das istja der Schimmelreiter von der Endringer Hochzeit, erkommt daher ins Dorf, er holt dich, nein, er weiß nichts;aber er soll's wissen. Nein, nein, was willst du? Erkommt näher, immer näher, er schaut nicht auf.. . Einedoppelt aufgeblühte Nelke fällt von der Hand Barfüßelesüber dem Fensterbrett auf ihn nieder, sie trifft den Mau-tclsack seines Pferdes, aber er sieht sie nicht, und sie fälltauf die Straße und Barfüßele eilt hinab und nimmt dasverrätherische Zeichen wieder zu sich und jetzt geht cs ihrauf wie ein neuer fürchterlicher Tag: das ist ja der Freierder Rosel, der ist's, den sie gemeint hat am gestrigenAbend. Sie hatte ihn nicht genannt, aber es kann keinAnderer sein, Keiner, und der soll betrogen werden? ImSchuppen auf dem grünen Klee, den sie den Kühen auf-steckcn wollte, kniete Barfüßele und betete inbrünstig zuGott, daß er ihn davor bewahren möge, daß er die Roselbekäme. Daß er ihr eigen werden sollte- sic wagte es nichtsich dem Gedanken hinzugeben und nicht ihn zu verscheuchen.

Kaum hatte sie gemolken als sie zur schwarzen Mar-ann' hinüber eilte; sie wollte sie fragen, was sie thunsolle; die schwarze Marann' lag schwer krank, sie warfast taub geworden und verstand kaum mehr zusammen-hängende Worte, und Barfüßele wagte es nicht, das Ge-heimuiß, das ihr halb anvertraut worden und das sichalb errathen hatte, so laut zu schreien, daß cs dieschwarze Marann' verstehen konnte. Es konnten Leutevon der Straße es hören. Sie kehrte wieder rathlosnach Hause zurück.