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Barfüßele
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Nosel zu gehen und wußte, daß diese bei ihrem An-träge noch andere Absicktcn hatte: sie wollte zuerst ihrenTriumph anbringen, daß sie einen Mann kriege, und wasfür einen, und dann sollte Barfüßele ihr das Hauswesenin Stand halten, um das sie sich bisher fast gar nichtsbekümmert hatte. Das hätte nun Barfüßele gern gethanfür eine ihr zugeneigte Herrin, aber nicht für Nosel, undsollte sie einmal von ihrer jetzigen Meisterin fort, dannwollte sie nicht mehr in Dienst, dann lieber für sich, seies auch in der Fabrik mit ihrem Bruder.

Und noch als sich Barfüßele zu Bette legen wollte,rief sie die Meisterin, und vertraute ihr das Geheimnißmit dem Hinzufügen:Du hast zwar immer Geduld ge-habt mit der Nosel, jetzt aber Hab' doppelte, so lange derFreier da ist, daß es keinen Lärm im Hause gibt."

Ja, ich finde es aber schlecht, daß sie jetzt das ein-zige Mal die Kühe melken will; das heißt ja den gutenMenschen betrügen, und sie kann ja gar nicht melken."

Du und ich wir können die Welt nicht ändern,"sagte die Meisterin,ich mein', du hast für dich alleinschwer genug; laß du Andre treiben was sie wollen."

Barfüßele legte sich mit dem schweren Gedanken nieder,wie doch die Menschen sich gar kein Gewissen darausmachen, einander zu betrügen. Sie wußte zwar nicht,wer der Betrogene sein würde; aber sie hatte tiefes Mit-leid mit dem armen jungen Mann und schwarz wurdees ihr vor den Augen als sie denken mußte: Wer weiß,vielleicht wird die Nosel mit ihm ebenso angeführt alser mit ihr.

Am Morgen alp Barfüßele in aller Frühe zum Fen-ster hinaus sah, schrak sie plötzlich zurück als wäre ihr