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„Wie meinst, soll ich meiner Nosel etwas davonsagen?"
„Freilich mußt du das, aber sie soll sich nichts merkenlassen, und auch Niemand im Ort; das verträgt dasSchnaufen nicht, und ein Jedes hat seine Feinde, duund deine Schwester auch. Kannst mir's glauben. Sag'der Rosel, sie soll sich alltagsmäßig anziehen, und dieKühe melken, wenn er kommt. Ich lasse ihn allein zudir ins Haus, hast ja gelesen, daß der Landfricdbauerschreibt, er habe seinen eignen Kopf, und liefe gleich da-von, wenn er merke, daß da etwas angelegt sei. Mußtaber noch schnell heut' Abend hinüberschicken nach Lauter-bach, und dir den Schimmel von deinem Schwager holenlassen; ich will den Freier dann schon durch einen Unter-händler nach einem Gaul zu dir schicken. Lass' du dir auchnichts merken."
Der Krappenzacher ging weg und der Nodelbauer riefseine Schwester und seine Frau ins Hinterstübchen undtheilte ihnen unter Angelobung der Geheimhaltung mit,daß morgen ein Freier für die Rosel käme, und zwarein Mensch wie ein Prinz, der einen Hof habe, wie eskeinen zweiten gebe, mit Einem Wort, des Landfried-bauern Johannes von ZuSmarshofen. Er gab nun dieweiteren Anordnungen, wie sie der Krappenzacher bestimmthatte, und empfahl das strengste Geheimhalten.
Nach dem Nachtessen konnte sich indeß Nosel nichtenthalten, das Barfüßele zu fragen, ob sie, wenn sicheirathe, gern mit ihr ginge als Magd, sie gäbe ihrdoppelt mehr Lohn als sie jetzt habe, und sie brauche dannauch nicht über den Rhein in eine Fabrik. Barfüßele gabausweichende Antwort, denn sie war nicht geneigt mit der