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Barfüßele
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Ja, ja, ich red' zu viel und du brauchst ja nichtAlles behalten, es soll dich nur daran erinnern, wenn'sdir vorkommt. Ich meine nur: nicht was eine hat odererbt ist die Hauptsache, sondern was eine braucht. Jetztaber, du weißt, ich habe dich ruhig gehen lassen, jetztmach' mir dein Herz auf und sag': Was ist dir denngeschehen, daß du voriges Jahr von der Hochzeit inEndringen heim gekommen bist wie behext und seitdemnicht mehr der alte Bursch bist von ehedem? Sag'svielleicht kann ich dir helfen."

O Mutter, das könnet ihr nicht, aber ich will'sEuch sagen. Ich Hab' Eine gesehen, die die Rechte ge-wesen wäre, aber es ist die Unrechte gewesen."

Um GotteSwillen! Du hast dich doch nicht in eineEhefrau verliebt?"

Nein, es ist aber doch die Unrechte gewesen. Wassoll ich da viel drum herum reden? Es war eine Magd."

Der Sohn athmete tief auf und Mutter und Sohnschwiegen eine geraume Weile; endlich legte die Mutterdie Hand auf seine Schulter und sagte:O du bist brav,ich danke Gott, daß er dich so hat werden lassen. Dashast du brav gemacht, daß du dir das aus dem Sinngeschlagen hast. Dein Bater hätt' das nie zugegebenund du weißt ja was Vatersegen zu bedeuten hat."

Nein, Mutter, ich will mich nicht braver machen alsich bin; es hat mir selber ganz allein nicht gefallen, daßsie eine Magd ist; das geht nicht und drum bin ich fort.Aber cs ist mir doch härter geworden, mir das aus demSinn zu bringen als ich geglaubt habe, aber jetzt ist'svorbei, und es muß vorbei sein, ich habe mir das Wortgegeben, daß ich mich nicht nach ihr erkundige, Niemand