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Mutter sagte: „ Merk auch auf, ob sie beim Singen gerngleich die zweite Stimme singt; die wo gern immer denTon angeben, das hat etwas zu bedeuten; und schau!da kommen Schulkinder, die sagen mir auch was. Wenndu's erkundschaften kannst, ob sie ihr Schreibbuch aus derSchule noch hat, das ist auch wichtig."
„Ja, Mutter, Ihr nehmt noch die ganze Welt zumWahrzeichen. Was soll denn das jetzt zu bedeuten haben,ob sie ihr Schreibbuch noch hat?"
„Daß du noch fragst, das zeigt, daß du noch nichtganz gescheit bist. Ein Mädchen, das nicht gern allesanfbewahrt, was einmal gegolten hat, das hat kein rechtesHerz."
Der Sohn hatte während des Redens versucht, dieTreibschnur an der Peitsche, die sich verknotet hatte, auf-zuknüpfen; jetzt holte er das Messer aus der Tasche undschnitt den Knoten entzwei. Mit dem Finger darauf hin-dentend, sagte die Mutter:
„Sichst du? das darfst Du thun, aber das Mädchennicht. Gieb Acht, ob sie einen Knoten schnell zerschneidet;da liegt ein Geheimniß drin."
„Das kann ich errathen," sagte der Sohn. „AberEuer Schuhbändel ist Euch aufgegangen und wir müssenjetzt fort."
„Ja, und du bringst mich damit noch auf was," sagtedie Mutter. „Schau, das ist noch eins der besten Zei-chen : gieb Acht, wie sie die Schuhe vertritt, nach innen odernach außen, und ob sie schlürkt und viel Schuhwerk zerreißt."
„Da müßte ich zum Schuhmacher laufen," sagte derSohn lächelnd, „o Mutter, Alles das, was Ihr sagt, dasfindet man nicht bei einander."