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Barfüßele
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Mutter, das ist ein gutes Wort, das verstehe ichund werde es auch nicht vergessen nnd meine Kinder sol-lend auch lernen; aber je mehr Ihr so redet, je schwererwird mir's, daß ich Eine finde; ich meine sie müßte sosein wie Ihr."

O Kind, sei nicht so einfältig! Mit neunzehn, zwan-zig Jahren bin ich auch noch ganz anders gewesen, wildund eigenwillig, und auch jetzt bin ich noch nicht wie ichsein möchte! Aber was ich dir noch sagen wollte? ja,von wegen der Frau. Es ist wunderlich, warum esgerade dir so schwer wird. Aber dir ist von Klein aufAlles schwerer geworden, du hast erst mit zwei Jahrenlaufen gelernt und kannst doch jetzt springen wie ein Füllen.Nur noch ein paar Kleinigkeiten, aber da kennt man oftGroßes drauS. Merk' auf, wie sie lacht; nicht so pflat-schig zum Ausschütten, und nicht so spitzig zum Schnä-belchen machen, nein, so von innen heraus, ich wollt', duwüßtest wie du lachst, dann könntest du's schon abmerken."

Der Sohn mußte hierbei laut auflachcn und die Akut- 'tcr sagte immer:ja, ja, so ist's, so hat gerad mein Va-ter auch gelacht, so hat's ihm den Buckel geschüttelt unddie Achseln gehoben." Und je mehr die Mutter dassagte, um so mehr mußte der Sohn lachen und sie stimmteendlich selbst mit ein und so oft das Eine aufhörte, stecktedas fortgesetzte Lachen des Andern es wieder an. Sicsetzten sich an einen Wegrain, ließen das Pferd grasenund indem die Mutter ein Maasliebchen abpflückte unddamit in der Hand spielte, sagte sie:Ja das ist auchwas, das hat viel zu bedeuten. Gib Acht, ob ihr Blu-men gedeihen, da steckt viel drin, mehr als man glaubt."

Man hörte in der Ferne Mädchen singen und die