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Gesetze stützte und sie selber hatte nur die leere Hand;aber sie hielt sich jetzt aufrechter als je.
Das Ungeschick und Mißgeschick Dami's drückte sie nichtnieder, denn so ist der Mensch: hat er ein Schmerzen dasihn ganz erfüllt, trägt er ein anderes, und sei cs noch soschwer, oft leichter, als wenn es allein gekommen wäre.Und weil Barfüßcle ein unnennbares Wehe empfand, gegendas sie nichts thun konnte, trug sie das nennbare, gegen dassie wirken konnte, um so williger und freier. Sie gönntesich keine Minute der Träumerei mehr und ging immermit straffen Armen und mit geballter Faust hin und her,als wollte sie sagen: wo ist denn die Arbeit und sei csauch die schwerste, ich nehme sie über mich, wenn ich nurmich und meinen Bruder auS der Abhängigkeit und Ver-lassenheit heransbringe. Sie dachte jetzt selber daran mitDann ins Elsaß zu wandern und dort in einer Fabrikzu arbeiten. Es kam ihr schrecklich oor, daß sie das sollte;aber sie wollte sich dazu zwingen. Wenn nur der Som-mer vorüber war, dann sollte es fortgchen, und Lebe-wohl Heimath! Wir sind ja auch Daheim in der Fremde.
Der nächste Annehmer, den die beiden Waisen in derOrtsregierung gehabt hatten, war jetzt machtlos. Deralte Rodelbaner lag schwer krank danieder und in der Nachtnach der stürmischen Gemeinderathssitzung verschied er.
Barfüßcle und die schwarze Marann' waren diejenigen,die am meisten bei seiner Beerdigung auf dem Kirchhofeweinten. Za, die schwarze Marann' sagte auf dem Heim-wege noch als besonderen Grund: „Der Rodelbaner istder letzte noch Lebende gewesen, mit dem ich einstmalsin meinen jungen Jahren getanzt habe. Mein letzterTänzer ist nun gestorben."