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Barfüßele
Seite
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wie konnte er nur glauben, daß ich den Fußweg gehe?das ist ihm jetzt gewiß auch eingefallen und er geht einenandern und ist nicht mehr zu finden und wir laufen umeinander herum wie im Nebel."

Barfüßele setzte sich still auf einen Baumstumpf undin ihr brannte eS wie in dem Meiler, die Flamme konntenicht ausschlagen, sie mußte still in sich verkohlen. DieVögel sangen, der Wald rauschte, ach, was ist das Alles,wenn kein Heller Ton im Herzen klingt. . . Wie anseinem Traume erinnerte sich jetzt Barfüßcle, wie sie einstLiebesgedanken nachgehangen. Wie kommst Du dazu,solches in dir aufkommen zu lassen? Hast du nicht Elendgenug an dir und an deinem Bruder? Und der Gedankedieser Liebe war ihr jetzt wie mitten im Winter die Er-innerung an einen Hellen Sommertag. Man kann's nurglauben, daß es einst so sonnig warm gewesen, aber manweiß nichts mehr davon. Jetzt mußte sie lernen wasWarten" heißt: hoch oben auf einer Spitze, wo kaumeine Hand breit Boden; und wenn du erst weißt wie esist, bist du im alten Elend und in noch größerem . . .

Sie ging hinein in die Blockhütte des Köhlers, dalag ein Sack locker und kaum halb voll, und auf demSacke stand der Name des Vaters.

O wie bist du herumgeschleppt!" sagte sie fast laut.Sie ging aber schnell über die Erregung des Gemütheshinweg und wollte sehen was denn Dami wieder mit zu-rückgebracht. Er hat doch mindestens die guten Hemdennoch, die du ihm von der Leinwand der schwarzen Ma-raun' hast machen lassen? Und vielleicht ist auch ein Ge-schenk von dem Ohm aus Amerika darin. Aber wenner noch etwas Ordentliches hätte, wäre er dann zuerst