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„Dreh dich um und dreh dich umRothg'scheckete Kuh,
Wer wird dich denn melkenWenn ich heirathen thu?"
„Dummes Zeug!" setzte sie daun, wie sich selbst aus-scheltend hinzu. Sie vollführte ihre Arbeit nun still, undallmälig erwachte das Leben im Hause, und kaum warRolel erwacht, als sie Barfüßele nachlief und sie aus-schalt, denn Rosel hatte ein schönes Halstuch verloren.Sie behauptete, sie habe es Barfüßele zum Aufbewahrengegeben, diese aber habe in ihrer Mannstollheit Allesweggcworfen als der Fremde sie aufforderte, und wer weißob's nicht ein Dieb war, der den Gaul und die Kleidergestohlen hat und den man morgen in Ketten einbringt,und es sei eine Schande gewesen, wie Barfüßele lautbeim Tanze gejauchzt habe, und sie solle sich in Achtnehmen, denn der Enzian-Valentin habe gesagt: wenneine Henne kräht wie ein Hahn, schlägt das Wetter einund gibt's Unglück. Sie habe sie zum ersten und letztenMale mit zum Tanz genommen; sie habe sich fast die Augenaus dem Kopfe geschämt, daß sie sich überall habe müssensagen lassen: so Eine dient bei Euch. Wenn ihr dieSchwägerin nicht die Stange hielte und es ihr nachginge,müßte die Gänschirtin sogleich fort aus dem Haus.
Barfüßele ließ Alles ruhig über sich ergehen, sie hatteheute schon die beiden Endpunkte dessen wahrgenommen,was sic nun erfahren müsse, und sie hatte darauf vonselbst gethan, wie sie es nun immer halten wollte: wersie ausschimpfte, den schüttelte sie mit Schweigen von sich,cher sie anSspottcte, den trumpfte sie ab. Hatte sie auchnicht immer ein brennendes Scheit bei der Hand wie beimAuerbach, Barfüßele. 10