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Barfüßele
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Jemand hinter dir gewinkt, dich meint er gewiß nicht. Erdrängt vor, Amrei macht Platz. Er sucht gewiß eine Andere.

Nein, dich will ich," sagt der Bursche ihre Handfassend.Willst du?"

Amrei kann nicht reden, aber was braucht's dessenauch? Sie wirft schnell Alles was sie in der Hand hat ineinen Winkel: Jacken, Halstücher, Hauben, Tabakspfeifenund Hausschlüssel. Sie steht flügge da und der Burschewirft einen Thaler zu den Musikanten hinauf und kaumsieht der Krappeuzacher Amrei an der Hand des fremdenTänzers, als er in die Trompete stößt, daß die Wändezittern, und fröhlicher kann es den Seligen nicht erklin-gen beim jüngsten Gerichte als jetzt Amrei; sie drehtesich, sie wußte nicht wie, sie war wie getragen von derBerührung des Fremden und schwebte von selbst, und eswar ja gar Niemand sonst da. Freilich, die beiden tanz-ten so schön, daß Alle unwillkürlich anhielten und ihnenzuschauten.

Wir sind allein," sagte Amrei während des Tanzesund gleich darauf spürte sie den heißen Athem des Tän-zers, der ihr erwiderte:

O wären wir allein, allein aus der Welt! Warumkann man nicht so fort tanzen bis in den Tod hinein?"

Es ist mir jetzt grad," sagte Amrei,wie wenn wirzwei Tauben wären, die in der Luft fliegen. Juhu! fort,in den Himmel hinein" undJuhu!" jauchzte der Burschelaut, daß- es aufschoß wie eine feurige Rakete, die zumHimmel aufspringt und Juhu! jauchzte Amrei mit undimmer seliger schwangen sic sich und Amrei sagte:Sag',ist denn auch noch Musik? Spielen denn die Musikantennoch? Ich höre sie gar nicht mehr."