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Barfüßele
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das! Du sollst keine Freude haben, warum noch so langeherumlaufen? Wie zirpen die Heimchen im Grase undein warmer Dampf steigt ans von der Erde und eineGrasmücke zwitschert immer fort und cs ist als ob siemit ihrer Stimme immer in sich hinein lange und frischenoch innigere Töne hcranshole und sich gar nicht genugthun könne, das so recht von ganzem Herzen zu sagenwas sie zu sagen hat, und droben singen die Lerchen undjeder Vogel singt für sich und Keiner hört auf den An-dern und Keiner stimmt dem Andern bei und doch istAlles . . .

Noch nie in ihrem' Leben war Amrei am Hellen Tageund nun gar des Morgens eingcschlafen und jetzt, siehatte ihr Kopftuch über die Augen gezogen, und jetztküßte der Sonnenstrahl ihre geschlossenen Lippen, die imSchlafe noch immer wie trotzig gepreßt waren und dieRöthe ans ihrem Kinn färbte sich röther. Sie schliefwohl eine Stunde, da wachte sic zuckend plötzlich auf.Der Reiter auf dem Schimmel war auf sie zugerittenund jetzt eben hob das Pferd seine beiden Vorderfüße,um sie auf ihre Brust zu stellen. Es war nur ein Traumgewesen und Amrei schaute sich um, als wäre sie plötz-lich vom Himmel gefallen; sie sah staunend wo sie war,betrachtete verwundert sich selbst; aber Musikklang ausdem Dorfe weckte schnell Alles und sie ging neu gekräf-tigt ins Dorf zurück, wo bereits Alles noch lebendigergeworden war. Sie spürte es, sie hatte sich ausgcruhtvon dem Allerlei was heute schon mit ihr vorgegangcnwar. Jetzt sollten sie nur kommen die Tänzer! Sie wolltetanzen bis zum andern Morgen und nicht ansruhen undnicht müde werden.