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„Was die? warum wie die?" fragte Barfüßele undzitterte am ganzen Leibe. Was war's, warum sie jetztgrade an die Bäuerin erinnert wurde, die ihr von Kindauf im Sinne lag und die ihr damals erschienen war wieeine wohlthätige Fee ans den Märchen? Aber sie hattekeinen Ring den sic drehen konnte, damit sie erscheinenmüsse; nur innerlich konnte sie sie herbannen, und das ge-schah oft fast unwillkürlich.
„Halt' dich ruhig, sonst rupf' ich dich," befahl dieBäuerin, und Barfüßele hi^lt still und athmetc kaum.Und wie ihr die Haare so mitten dnrchgetheilt wurden,und wie sie so da saß, die Hände zusammengepreßt undalles mit sich machen lassen mußte, und die hochschwan-gere Frau sie bald warm anhauchte, bald an ihr hernm-bosselte, da kam sie sich vor als würde sie plötzlich ver-zaubert, und sie redete kein Wort, als dürfe sie den Zaubernicht verscheuchen, und senkte demüthig den Blick.
„Ich wollt', ich könnte dich zu deiner Hochzeit so ein-kleiden!" sagte die Bäuerin, die heute von lauter Güteüberfloß. „Ich möchte dir einen rechtschaffenen Hof gön-nen und es wäre Keiner mit dir angeführt; aber heutigenTages geschieht das nicht mehr. Da springt das Geldnach dem Geld. Nun sei du nur zufrieden. So langmir ein Auge offen steht, soll dir bei mir nichts fehlen,und wenn ich sterbe — ich weiß nicht, cs ist mir dießmalso bang um die schwere Stunde — gelt, du verläß'stmeine Kinder nicht und vertrittst an ihnen Mutter-stelle?"
„O Gott im Himmel, wie könnt Ihr nur so etwasdenken!" rief Barfüßele und Thränen rannen ihr ausden Augen. „Das ist eine Sünde, und man kann auch