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Barfüßele
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Barfüßele antwortete nicht nnd sie sah Rosel nur an miteinem Blick, vor dem Rosel die Augen niederschlug. Jetzthatte sich eine rothe Wollrose auf dem linken Schuh ver-schoben und Barfüßele war eben niedergeknict, uni sie be-hutsam festzunähen, da sagte die Rosel halb in Reueüber ihr Benehmen halb doch noch im Spott:

Barfüßele, heut thu' ich's nicht anders, heut mußtdu mit zum Tanz." '

Spotte nicht so, was willst du denn von mir?"Ich spotte nicht," betheuerte die Rosel noch halbneckisch,Du solltest auch einmal tanzen, bist ja auch einjunges Mädle, und es wird auch deinesgleichen auf demTanz sein; unser Noßbub geht ja auch und es kann auchein Bauernsohn mit dir tanzen, ich will schon einen über-zähligen schicken."

Laß mich in Frieden oder ich steche dich," mahnteBarfüßele am Boden, zitternd vor Freude und Trauer.

Die Schwägerin hat Recht," nahm die junge Bäue-rin jetzt das Wort, die bis jetzt zu Allem geschwiegenhatte,und ich gebe dir kein gutes Wort mehr, wenndu heute nicht mit zum Tanz gehst. Komm, da setz' dichhin, ich will dich auch einmal bedienen."

Und einmal über das andere übergoß Barfüßele eineFlammenröthe, wie sie so da saß und ihre Meisterin sie be-diente, und als sie ihr die Haare aus dem Gesichte that undsie alle nach hinten wendete, wollte Barfüßele fast vomStuhle sinken, da die Bäuerin sagte:Ich zöpf'dich, wiedie Allgäuerinncn gehen. Das wird dich ganz gut heraus-putzen , und du siehst auch so aus wie eine Allgäuerin; sountersetzt und so braun und so kugelig; du sichst aus wiedie Tochter von der Landfricdbänerin in Zusmarshofcn."