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Wehe, daß doch ihr Bruder eigentlich wie auf dem Schubfortgeschafft würde. An der Gemarkung sagte Damilaut zu dem Stock, worauf der Ortsname und Amtsbe-zirk stand:
„Du da! Behüt dich Gott! Ich bin nicht mehr bei dirdaheim, und alle Menschen da drin die sind mir jetztgrad so viel wie du."
Barfüßele weinte, aber sie nahm sich vor, daß diesdas letzte Mal sein solle bis zur Abreise Dami's undauch bei dieser selbst. Sie hielt Wort. Die Leute imDorfe sagten: Das Barfüßele müsse kein Herz im Leibehaben, denn es waren ihr nicht die Augen naß gewordenals ihr Bruder schied und die Leute wollen gerne selbstdie Thränen sehen. Was gehen sie die heimlich geweintenan? Barfüßele aber hielt sich wach und straff. Nur inden letzten Tagen vor der Abreise Dami's versäumte siezum erstenmal ihre Pflicht, denn sie vernachlässigte ihreArbeit und war immer beim Dami; sie ließ' sich von derRosel darüber ausschelten und sagte nur: „Du hastRecht." Sie lief aber doch ihrem Bruder überall nach,sie wollte keine Minute verlieren da er noch da war, siemeinte, sie könne ihm in jedem Augenblick noch etwasBesonderes erweisen, noch etwas Besonderes sagen fürLebenlang, und quälte sich wieder, daß sie ganz gewöhn-liche Sachen sprach, ja, daß sie sogar manchmal mit ihmstritt.
O diese Abschiedsstunden, wie pressen sie das Herz,wie preßt sich alle Vergangenheit und Zukunft in einenAugenblick zusammen und man weiß nirgends anzufassenund nur ein Blick, eine Berührung muß Alles sagen!
Amrei gewann indeß doch noch Worte. Als sie ihrem