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Geldern war er gern großmüthig und tugendhaft. Den-noch erschrak Barfüßcle, als er ihr nach wenigen Ta-gen verkündete, es sei beim Gcmcinderath Alles bewilligt,aber nur ans die Bedingung hin, daß Dann jedes Hei-mathsrccht im Dorfe anfgcbe. Das hatte sich von selbstverstanden, man hatte gar nicht anders gedacht; aberjetzt, da es eine Bedingung war, erschien es als einSchreckbild: nirgends mehr daheim zu sehn. Dem Dannsagte Barfüßele nichts von diesen ihren Gedanken undDann schien wiederum froh und wohlgcmnth. Besondersdie schwarze Marann' redete ihm viel zu, denn sie hättegern das ganze Dorf in die Fremde geschickt, um endlichKunde von ihrem Johannes zu bekommen, und jetztglaubte sie steif und fest, daß ihr Johannes über demMeer sei. Der Krappenzacher hatte ihr gesagt: das Meer,die salzige Fluth, verhindere die Thränen, die man umEinen weinen wolle, der am andern Ufer sei.
Barfüßcle erhielt die Erlaubniß von ihrer Dienstherr-schaft, den Bruder zu begleiten, als er seinen Uebcrfahrts-vertrag mit dem Agenten in der Stadt abschließen wollte.Wie erstaunten sie aber, als sie hier hörten, daß diesbereits geschehen sei. Der Gemeinderath hatte es schonbewerkstelligt, und Dami genoß des Armenrechtes und derentsprechenden Verpflichtungen. Er mußte vom Schiffaus, bevor dasselbe ins weite Meer segelte, eine Beschei-nigung seiner Abfahrt unterzeichnen und erst dann wurdedas Geld ausgezahlt.
Die Geschwister kehrten traurig heim ins Dorf, schwei-gend gingen sie dahin. Dami war von seiner Verdros-senheit überfallen, daß nun Etwas geschehen müsse, weiler's einmal gesagt, und Barfüßele empfand ein tiefes