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Barfüßele
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Barsüßele hatte viel Kummer davon, daß Dann, man wußtenicht wie, allgemeine Zielscheibe des Spottes und derNeckerei im Dorfe geworden war. Sie ließ ihn scharfdarum au, daß er das nicht dulden solle, er aber ver-langte: sie möge es den Leuten wehren und nicht ihm,er könne nicht dagegen aufkommen. Das war nun nichtthunlich, und innerlich war es dem Dann auch eigentlichgar nicht unlieb, daß er überall gehänselt wurde; es kränkteihn zwar manchmal, wenn alles über ihn lachte und vielJüngere sich etwas gegen ihn Herausnahmen, aber eswurmte ihn noch weit mehr, wenn man ihn gar nichtbeachtete, und dann machte er sich gewaltsam zum Narrenund gab sich der Neckerei preis.

Bei Barsüßele dagegen war allerdings die Gefahr, derEinsiedel zu werden, den die Marann' immer in ihr er-kennen wollte. Sie hatte sich au eine einzige Gespielinangeschlossen, es war die Tochter des Kohleumathes, dieaber nun schon seit Jahren in einer Fabrik im Elsaßarbeitete und man hörte nichts mehr von ihr. Barsüßelelebte so für sich, daß man sic gar nicht zur Jugend imDorfe zählte; sie war mit ihren Altersgenossen freundlichund gesprächsam, aber ihre eigentliche Gespielin war dochnur die schwarze Marann'. Und eben weil Barsüßele soabgeschieden lebte, hatte sie keinen Einfluß auf das Ver-halten Dami'S, der, wenn auch geneckt und gehänselt,doch immer des Anschlusses bedürftig war und nie alleinsein konnte wie seine Schwester.

Jetzt aber hatte sich Dami plötzlich ganz frei gemachtund eines schönen Sonntags zeigte er seiner Schwesterdie Draugabe, die er bekommen hatte, denn er hatte sichals Knecht zum Scheckennarr von Hirlingcn verdungen.