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Barfüßele
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So freundlich und hell auch die schwarze Maraun'begann, immer ging der Schluß ihrer Rede wieder indumpfes Hadern und Trauern über, und sie, die alleinsein wollte, an nichts denken und nichts lieben, lebte dochnur im Denken an ihren Sohn und in der Liebe zu ihm.

Amrei ergriff ein entscheidendes Mittel, um aus die-sem unheimlichen Alleinsein mit der schwarzen Marann'erlöst zu werden; sie verlangte, daß auch Dami ins Hausgenommen werde, und so heftig sich auch die schwarzeMarann' dagegen wehrte, Amrei drohte, daß sie selberdas Haus verlasse und schmeichelte der schwarzen Marann'so kindlich und that ihr was sic an den Augen absehenkonnte, bis sie endlich nachgab.

Dami, der vom Krappenzachcr das Wollstricken ge-lernt hatte, saß nun mit in der elterlichen Stube undNachts, wenn die Geschwister auf dem Speicher schliefen,weckte Eines das Andere, wenn sie die schwarze Marann'drunten murmeln und hin- und herlaufen hörten.

Durch die Uebersiedelung Dami's zur schwarzen Mar-ann' kam indeß neues Ungemach. Dami war überausunzufrieden, daß er dies elende Handwerk, das nur füreinen Krüppel tauge, habe lernen müssen; er wollte auchMaurer werden, und obgleich Amrei sehr dagegen sprach,denn sie ahnte, daß ihr Bruder nicht dabei aushielte, be-stärkte ihn die schwarze Marann' darin. Sie hätte gernalle jungen Bursche zu Maurern gemacht, um sie in dieFremde zu schicken, damit sie Kundschaft erhalte von ihremJohannes.

Die schwarze Marann' ging selten in die Kirche, abersie liebte es, wenn man ihr Gesangbuch entlehnte, umdamit in die Kirche zu gehen, cs schien ihr ein eigenes