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Barfüßele
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reich ist? Wer nichts braucht als was er aus sich hat. Undwer ist arm? Wer auf Fremdes wartet, was ihm zu-kommt. Da sitzt Einer und wartet auf seine Hände, dieein Anderer am Leib hat, und wartet auf seine Augen,die einem Andern im Kopf stecken. Bleib' allein für dich,dann hast du deine Hände immer bei dir, dann brauchstdu keine anderen, kannst dir selber helfen. Wer auf Etwashofft, was ihm von einem Andern kommen soll, der istein Bettler; hoffe nur etwas vom Glück, von einem Ge-schwister, ja von Gott selbst: du bist ein Bettler, dustehst da und hältst die Hand auf bis dir etwas hinein-fliegt. Bleib' allein, das ist das Beste, da hast du Allesin Einem; allein, o wie gut ist Allein! Schau, tief imAmeisenhaufen liegt ein klein winziger funkelnder Stein,wer den findet kann sich unsichtbar machen und kann ihmNiemand was anhaben; aber das kriecht durcheinander,wer findet ihn? und es giebt ein Geheimnis; in der Welt,aber wer kann's fassen? Nimm's auf, nimm's zu dir. Esgiebt kein Glück und kein Unglück. Jeder kann sich Allesselber machen, wenn er sich recht kennt und die andernMenschen auch, aber nur unter einem Beding: er mußallein bleiben. Allein! Allein! Sonst hilft's nichts."

Aus dem Tiefsten heraus gab die Marann' dem Kindenoch halbverschlossene Worte; das Kind konnte sie nichtfassen, aber wer weiß, was auch von Halbvcrstandenem inaufmerksam offener Seele haften bleibt? Und nach wildemUmschauen fuhr die schwarze Marann' fort:O könnt'ich nur allein sein! Aber ich habe mich vergeben, einStück von mir ist unterm Boden und ein anderes läuftin der Welt herum, wer weiß wo? Ich wollt' ich wäredie schwarze Ziege da."