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in ihrer Nähe, und sie bekundeten ihr Mitleid zuerst da-mit, daß sie ihr die Miethe aufkündigten. Aber wie selt-sam hängen die Dinge im Leben zusammen! Eben durchdieses Ercigniß erfuhr Amrei Leid und Lust, denn daselterliche Haus öffnete sich wieder; die schwarze Marann'zog in dasselbe und Amrei, die Anfangs voll Beben darinhin und herging, und wenn sie Feuer anmachte und wennsie Wasser holte, immer glaubte: jetzt müsse die Mutterkommen und der Vater, fand sich doch nach und nachwieder ganz heimisch in demselben. Sie spann Tag undNacht bis sie so viel erübrigt hatte, um vom Kohlcn-mathes die Kuckuksuhr, die ihren Eltern gehört hatte,wieder zu kaufen. Jetzt hatte sie doch auch wieder einStück eigenen Hansrath. Aber der Kuckuk hatte Nothgelitten in der Fremde, er hatte die Hälfte seiner Stimmeverloren, die andere Hälfte blieb ihm im Halse stecken,er rief nur noch „Kuck" und so oft er das that setzteAmrei in der ersten Zeit immer das andere „Kuck!" hinzufast unwillkürlich. Als Amrei darüber klagte, daß dieKuckuksuhr nur noch halb tönte und überhaupt nicht mehrso schön sei wie in ihrer frühen Kindheit, da sagte dieMarann':
„Wer weiß, wenn man in späteren Jahren das wie-der bekäme was einen in der Kindheit ganz glücklich ge-macht hat, ich glaube, es hätte auch nur noch den halbenSchlag wie deine Kuckuksuhr. Wenn ich's dir nur lehrenkönnte, Kind! es hat mir viel gekostet, bis ichs gelernthabe: Wünsch' dir nie was von gestern! Aber freilich,so etwas kann man nicht schenken; das kriegt mau nurfür einen halben Schoppen Schweiß und einen halbenSchoppen Thränen gut durcheinander geschüttelt. Das