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Barfüßele
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wohlgeleiteten Berichtestroms hielt man ihn auf. In derGcmeinderath-Sitzung wurde beschlossen, daß man derschwarzen Marann' nichts davon sage. Es wäre Unrecht,ihr noch die paar Jahre ihres Lebens zu verbittern, in-dem man ihr ihren letzten Trost raube.

Statt aber die Nachricht geheim zu halten, hatten dieGemeinderäthe nichts Eiligeres zu thun als es daheimauszuplaudern und nun wußte das ganze Dorf davon bisans die schwarze Marann' allein. Ein Jeder betrachtetesie mit seltsamem Blick; man fürchtete sich vor ihr, daßman sich verrathe, man redete sie nicht an, man danktekaum ihrem Gruße. Es bedurfte der ganzen eigentüm-lichen Art der schwarzen Marann', um dadurch nicht verwirrtzu werden. Und sprach ja einmal Jemand mit ihr undließ sich verleiten vom Tode des Johannes zu reden, sogeschah es nur in jener vermutlichen und beschwichtigen-den Weise, die schon seit Jahren gäng und gebe warund die Marann' glaubte jetzt eben so wenig daran alsehedem, denn von dem Todtenscheine sprach ja Niemand.

Es wäre wol besser gewesen, auch Amrei hätte nichtsdavon gewußt; aber es lag ein eigener verführerischerReiz darin, dem Unberührbaren so nahe als möglich zukommen und darum sprach Jedes mit Amrei von dem *traurigen Ereignisse, warnte sie, der schwarzen Marann'etwas davon zu sagen und wollte wissen, ob die Mutterkeine Ahnungen, keine Träume habe, ob cs nicht umgeheim Hause. Amrei war immer innerlich voll Zittern undBeben. Sie allein war der schwarzen Marann' so naheund hatte etwas, was sie vor ihr verborgen halten mußte.

Auch die Leute, bei denen die schwarze Marann' einekleine Stube zur Miethe hatte, hielten es nicht mehr aus