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er in das Dorf kam und die Kinder auf der Straße schrieenihm: Johannes! nach.
Der Johannes wurde als militärpflichtig auch alsAusreißer ausgeschrieben und obgleich die Mutter sagte,daß er als „zu klein" unter dem Maß durchgcschlüpftwäre, wußte sie doch, daß er bei der Heimkehr einer Strafenicht entgehe und sie meinte, er käme nur deßwegen nichtwieder, und es war mm gar seltsam wie sie in EinemAthem um das Wohl des Sohnes und um den Tod desLandesfürsten betete; denn man hatte ihr gesagt, daß wennder regierende Fürst stürbe, der Thronfolger beim Re-gierungsantritt allgemeinen Straferlaß für alles Gesche-hene verkünden werde.
Jedes Jahr ließ sich die Marann' vom Schullehrerdas Blatt schenken, in dem Johannes ausgeschrieben war,und sie legte es zu seinem Gesangbuch; aber dieses Jahrwar es gut, daß die Marann' nicht lesen konnte, undder Lehrer schenkte ihr ein anderes Blatt statt des ge-wünschten. Denn ein seltsames Gemurmel ging durchdas ganze Dorf. Wo Zwei bei einander standen sprachman davon und da hieß es: „Der schwarzen Marann'sagt man nichts. Das bringt sie um. Das macht sienärrisch." Es war nämlich ein Bericht des Gesandten^ aus Paris angekommen, der, laut einer Mittheilung ausAlgier durch alle hohen und niederen Aemter bis zumGemeinderath die Nachricht gab, daß Johannes Winklervon Haldenbrunn in Algier *bei einem Vorpostcngefechtegefallen sei.
Man sprach im Dorfe viel davon, wie wunderlich essei, daß so viele hohe Aemter sich jetzt um den todtenJohannes so viel bemühten. Aber am Schluffe des so