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Barfüßele
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in der Waschnacht da wurden sie zu unzähligen. Undwenn der erste Schnee fiel, war sie immer besondersheiter. Jetzt giebt's keine Arbeit mehr draußen, jetzt kommter gewiß heim. Sie sprach dann oft mit einer weißenHenne im Gitter und sagte ihr, daß sie sterben müsse,wenn der Johannes komme.

So trieb sie's nun schon viele Jahre und die Leuteim Dorfe ließen ab, ihr vorzuhalten daß es närrisch sei,immer an die Heimkehr des Johannes zu denken, abersie ließ sich nicht bekehren und wurde den Menschen un-heimlich.

In diesem Herbste wurden es nun achtzehn Jahreseitdem der Johannes davon gegangen war, und jedesJahr wurde Johann Michael Winkler als verschollen aus-geschrieben in der Zeitung bis zu seinem fünfzigsten Jahre.Er stand jetzt gerade im sechs und dreißigsten.

Im Dorfe ging die Sage, Johannes sei unter dieZigeuner gegangen, und die Mutter hielt auch einmaleinen jungen Zigeuner dafür, der dem Verschollenen auf-fallend ähnlich sah; er war auch sopfostig" (untersetzt),hatte die gleiche dunkle Gesichtsfarbe und schien es nichtungern zu haben, daß man ihn für den Johannes hielt;aber die Mutter hatte ihn auf die Probe gestellt, siehatte noch das Gesangbuch und den Confirmandenspruchdes Johannes und wer den nicht kennt und nichtanzugeben weiß, wer seine Pathen sind, und was mitihm geschehen ist, an dcm^iage als des Brosi's Severinmit der Engländerin ankam und später als der neue Rath-hausbrunnen gegraben wurde, wer diese und andere Merk-zeichen nicht kennt, das ist der Falsche. Dennoch beher-bergte die Marann' immer den jungen Zigeuner so oft

Auerbach, Barfüßcle. 5