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ihr Zugvieh indeß vorauslicf; sich den Mund abwischendund den Davongeeilten nachschreiend lief man ihm dannnach. Und andere tränkten vom Feld hcimkehrend hierihr Zugvieh.
Amrei erwarb sich die Gunst vieler Menschen durcheinen kleinen irdenen Topf, den sie sich von der schwarzenMarann' erbettelt hatte, und so oft nun ein Borüberzie-hender sich nach dem Brunnen begab, kam Amrei herbeiund sagte: „Da könnet Ihr besser trinken." Bei derRückgabe des Topfes ruhte mancher freundliche Blick baldlänger bald kürzer ans ihr und das that ihr so wohl,daß sie fast böse wurde, wenn Leute vorübergingen ohnezu trinken. Sie stand dann mit ihrem Topfe beim Brun-nen, ließ voll laufen und goß aus und wenn all diesesZeichengeben nichts half, überraschte sie die Gänse miteinem unverhofften Bade und überschüttete sie.
Eines Tages kam ein Bernerwägelein mit zwei statt-lichen Schimmeln daher gefahren, ein breiter oberländi-scher Bauer nahm den Doppelsitz fast vollends ein. Erhielt am Wege und fragte:
„Mädle! hast du nichts, daß man da trinken kann?"
„Freilich, ich hol' schon." Behend brachte Amrei ihrGefäß voll Master herbei.
„Ah!" sagte der Oberländer, nachdem er einen gutenZug gethan und absetzte, und mit triefendem Munde fuhrer dann, halb in den Krug hinein sprechend, fort: „Esgibt doch in der ganzen Welt kein solches Wasser mehr."
Er setzte wiederum an und winkte dabei Amrei, daßsie still sein solle, denn er hatte eben wieder mächtig zutrinken begonnen, und es gehört zu den besonderen Unan-nehmlichkeiten, während des Trinkens angesprochen zu