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sie vom Walde kommend ihre Holzlast und ihre in einemSacke gefangenen Maikäfer und Würmer bei der Hirtinabstellte. Da sagte Amrei eines Tages: „Bas', wisset Ihrauch warum der Wind weht?"
„Nein, weißt denn du's?"
„Ja, ich hab's gemerkt. Gucket, Alles was wächstmuß sich umthun. Der Vogel da stiegt, der Käfer dakriecht, der Hast, der Hirsch, das Pferd und alle Thieredie laufen, und der Fisch schwimmt und der Frosch auch,und da steht der Baum und das Korn und das Grasund das kann nicht fort und soll doch wachsen und sichumthun, und da kommt der Wind und sagt: bleib du nurstehen, ich will dich schon umthun, so. Siehst du, wieich dich drehe und wende und biege und schüttle? Seifroh, daß ich komm', du müßtest sonst verhockeu und eswürde nichts aus dir; es thut dir gut, wenn ich dich müdmache, du wirst es schon spüren."
Die schwarze Marann' sagte in der Regel auf solcheKundgebungen nichts weiter als ihren gewohnten Spruch:„Ich bleibe dabei, in dir steckt die Seele von einem altenEinsiedel."
Nur einmal half die Marann' den stillen Betrachtun-gen Amrei's auf eine andere Spur.
Die Wachtel schlug bereits im hohen Roggenfelde undneben Amrei sang fast einen ganzen Tag unaufhörlicheine Feldlerche am Boden, sie wanderte hin und her undsang immer so innig, so in's tiefste Herz hinein, es warwie ein Saugen der Lebenslust. Das klang noch vielschöner als die Töne der Himmelslerche, die sich auf-schwingt in die Luft, und oftmals kam der Vogel ganznahe und Amrei sagte fast laut vor sich hin: „Warum