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Barfüßele
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Zwei gekreuzte Aexte mit dem Namen des Vaters warennoch deutlich auf dem Sacke abgemalt, und bei Gewitterndeckte sie sich mit dem Sacke zu und wickelte sich fasthinein; da saß sie dann wie unter einem schützenden Dacheund schaute hinein in den unfaßbaren wilden Kampf amHimmel. Ein kalter Schauer, der in Wehmuth überging,wollte sich gar oft Amrei's bemächtigen, sie wollte weinenüber ihr Schicksal, das sie so allein, verlassen von Vaterund Mutter, hinaus stellte; aber sic gewann schon früheine Kunst und eine Kraft, die sich schwer lernt und übt:die Thränen hinabwürgcn. Das macht die Augen frischund doppelt hell mitten in allem Trübsal und aus ihmheraus.

Amrei bezwang ihre Wehmuth besonders in Erinne-rung an einen Spruch der schwarzen Marann': Wernicht will, daß ihm die Hände frieren, muß eine Faustmachen. Amrei that so, geistig und körperlich, sahtrotzig in die Welt hinein und bald kam Heiterkeit über ihrAntlitz; sie freute sich der prächtigen Blitze und ahmteleise vor sich den Donner nach. Die Gänse, die sichwieder znsammengeduckt hatten, schauten wieder seltsamdrein, sic hatten's aber doch gut: alle Kleider, die siebrauchen, sind ihnen auf den Leib gewachsen und für daswas man ihnen im Frühling ausgerupft hat, ist schonwieder anderes da, und jetzt da das Wetter vorüber ist,jubelt wieder alles in der Luft und auf den Bäumen und dieGänse freuen sich des seltenen Schmauses; in drängendenHaufen zerren sie an Schnecken und Fröschen, die sichherausgewagt haben.

Von dem tausendfältigen Sinnen, das in Amrei lebte,erhielt nur die schwarze Marann' bisweilen Kunde, wenn