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Barfüßele
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fremd diesem Manne gegenüber. Seine Stimme bewegtesie, aber wenn sie ihn ansah, wäre sie gerne entflohen.

Da kam Dann mit dem Schlüssel. Amrei wollte ihmdenselben abnehmen, aber er gab ihn nicht her. In dereigcnthümlichen pedantischen Gewissenhaftigkeit der Kindersagte er, daß er des Kohlenmathesen Fran heilig verspro-chen habe, den Schlüssel nur dem Ohm zu geben. Dieserempsing ihn und Amrei war's, als ob sich ein zaubervollesGeheimniß aufthne, da der Schlüssel znm ersten Maleim Schloße rasselte und jetzt sich drehte die Klinkebog sich nieder und die Thüre ging auf. Eine eigenthüm-liche Gruftkälte hauchte ans dem schwarzen Hausflur, derzugleich als Küche gedient hatte. Auf dem Heerde lag nochein Häufchen Asche, an der Stubenthüre waren noch dieAnfangsbuchstaben vom Caspar Melchior Balthes unddarunter die Jahrzahl vom Tode der Eltern mit Kreideangeschriebcn. Amrei las sie laut, das hatte noch derLater angeschrieben.Schau," rief Dann,der Achterist grade so gezogen, wie du ihn machst, und wies derLehrer nicht leiden will, so von rechts nach links." Amrei

winkte ihm still zu sein. Sic fand cS fürchterlich und

sündhaft, daß der Dann hier so laut sprach, hier, woes ihr war wie in der Kirche, ja wie mitten in der Ewigkeit,ganz außerhalb der Welt und doch mitten drin. Sic

öffnete selber die Stubenthüre. Die Stube war finster

wie ein Grab, denn die Laden waren geschlossen und nurdurch eine Nitze drang ein zitternder Sonnenstrahl hereinund just auf einen Engelkopf am Kachelofen, so daß derEngel zu lachen schien. Amrei fiel erschreckt nieder, undals sie sich aufrichtete, hatte der Ohm einen Fensterladengeöffnet und warme Luft drang von außen herein. Hier