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Barfüßele
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fortbringen könnte. Nun aber erhalte er von einem Manne,der große Waldungen in Amerika besitze, freie Ueberfahrtund nach fünf Jahren, wenn er,den Wald umgerodethabe, ein großes Ackergut vom besten Boden als freiesEigenthum. Als Dank gegen Gott, der ihm das fürsich und seine Kinder beschcerte, habe er sich sogleichvorgesetzt, eine Wohlthat zu thun und die Kinder seinesBruders mitzunehmen; er wolle sie aber nicht zwingen,und nehme sie überhaupt nur mit, wenn sie ihn von ganzemHerzen gern hätten und ihn als ihren zweiten Vater be-trachteten. Amrei sah ihn nach diesen Worten groß an.Wenn sie es nur hätte machen können, daß sie diesenMann liebte! Aber sie fürchtete sich fast vor ihm; siewußte nichts dagegen zu thun. Und daß er so plötzlichwie aus den Wolken fiel und verlangte: Hab mich lieb!das machte sie eher widersacherisch gegen ihn.

Wo ist denn deine Frau?" fragte Amrei. Sie mochtemol fühlen, daß eine Frau sie milder und allmäligerangefaßt hätte.

Ich will dir nur ehrlich sagen," erwicderte der Ohm,meine Frau mengt sich nicht in diese Sache, sie hat ge-sagt, sie rede mir nicht zu und nicht ab. Sie ist einbischen herb, aber nur von Anfang, und wenn du gutgegen sic bist, und du bist ja gescheit, so kannst du sieum den Finger wickeln. Und wenn dir auch einmal etwasgeschieht, was dir nicht recht ist, denk' du bist bei deinesVaters Bruder und sag' mir's ganz allein, und ich willdir helfen wo ich kann. Aber du wirst sehen, du fängstjetzt erst zu leben an."

Amrei standen die Thränen in den Augen bei diesenWorten und doch konnte sie nichts sagen, sie fühlte sich