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jetzt Europa mit Zucker verfehen wird. Dafelbft bringtzwar diele Fabrikation den Unternehmern dorfclben grofseVorLheiie, und bereichert fte, dagegen wird lie eine Quel-le des gröbsten Elendes für die unglücklichen Sclaven,durch welche die bev dem Zuckerrohrbau , und der Ge-winnung des Zuckers aus folchem , vorkommenden Arbei-ten grüfstenlheils verrichtet werden.
§- 64 o.
Von den alle menfchliche Gefühle empörenden trau-rigen Verhältnill'en dieler Opfer der ilablucht giebt HerrJiranmüüer *) folgende lehr treibende Schilderung. „Die-le unglücklichen Menlehen lind meiltens Rewohner vonGuinea , und des einen Tlieiis Afrika’s, wo, durch dieGewinnbucht der Europäer angereizt, nie. benachbartenVölker Itets Krieg führen, um Gefangene zu bekommen,die denn an die Europäer als Sclaven verkanlt werden.Der geringfle Sclave wird wenigltens mit 80 Rthlr. nachPreufsilchem Gelde bezahlt, und die gennglie Anzahl, diejährlich aus Afrika nach Amerika von den Europäern weg-gelührt wird, beträgt 70,000, alfo erhält Afrika von Eu-ropa jährlich 5 ,600,000 Rthlr. durch dielen graufamenMenlehenhandei. Es ilt (fagt Herr ßraumäller, und mitihm jeder Menfeh , dellen moralifches Gefühl nicht ganzabgellumpft ilt) eine Vor Heilung, die alles menfchlicheGefühl empört, wenn man bedenkt, wie die Menfchenalsfiliere verkauft, behandelt, von ihrem Vaterlande , ih-rer Familie, und von allem, was ihuen das liebfte ift,Weggerilfen werden, und dagegen Graufamkeit, fchlecliLeKoi't und Kleidung, undimmerwährende Krankheiten, folange lie leben , zu erdulden haben. Glücklich fchätzendie Gefährten der Elenden diejenigen, die auf der ReifeHerben, das zu erwartende Elend nicht erleben, undbald von dem Schmerz getödtet werden , den lie durchdie Trennung von ihren Freunden empfinden. Man hatberechnet, dafs wenigltens die Hälfte llirbt, ehe die Schif-fe die weltindifehen Gräber erreichen. Es dauert nichtlange, fo werden die neu angekommenen Sclaven durchböfe und bis jetzt unheilbare Krankheiten befallen , diein einem belländigen Magenweh, Pian genannt, und bös-
*) Urbev die Veredlung einiger vorzüglichen Lundesprodukte her-ausgegeben aut VeraulalTuug der Schrift : „Der ncueite Stell-vertreter des iudifchen Zuckers“ von J. G. Braumiiller.Berlin. 8. 1799. bey Maurer.