§. 621;
Jßelag Ut, A.
|l\ find mir von dem Herrn Kreisphyfieus Doctor Neu-beck zum Behuf der ihm Allerhöchll aufgetragenenÜntei’fuchung der Runkelrüben - Zuckerfabrikation ver-fcbiedene Fragen zur Beantwortung aulgegeben worden.Meine eigenen mehrjährigen Erfahrungen fetzen mich zwarin Stand, die in Frage geileiite Punkte zu beantworten,da ich aber zugleich wiinfehte, andere unpartlieyifche , aufThalfachen gegründete Uriheile dem Herrn Unterfuchungs-Commillärius vorlegen zu können, und Ew. u.f. w. als el-fter Ansführer der nicht auf Unterfuchungen, fondevn auflucrativu Produktion abzweckenden Zuckerfabrikation inden Preufs. Staaten , von dem , was diele Sache betrifft,die richtigfte gegründete Auskunft gehen können , fo bitteich Ew. u.f. w. ganz geliorfamlt, um die Beantwortungliachitehender Fragen , und um die Erlaubnifs, folclic denComuiillions - Acten, als Beweismittel meiner Behauptun-gen , beylegen zu dürfen.
1. Findet die Ausführung des jährlichen Anbaues von 10,000Centner Runkelrüben bey dem Befitz von Gütern, dieden Umfang der Ihrigen haben, Schwierigkeiten?
2. Leidet auf ihren Gütern der Getreidebau oder irgendein anderer Zweig landwirthfcliaftlicher Indultrie durchden jährlichen Anbau von 10,000 Centner Runkelrüben ?
3 . Finden fich bey der Art der Einrichtung Ihrer Fabrik,und dem darin befolgten technifchen Verfahren, Hin-dem ifle oder Erfehwerungen bey der Ausführung derZuckerfabrikation, wenn folche in dem Umfang betrie-ben wird, dafs jährlich 10,000 Centner Runkelrübenverarbeitet werden? oder ift die Einrichtung der Fabrikvon der Art, dafs diefes Quantum Rüben darin zvveek-mäfsig verarbeitet werden kann?