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Die Abfclieidung des Zuckers durch regelmäfsige Cri-ftallifatioii erfordert von Seiten des Arbeiters weniger Kunltund durch Uebung erit zu erlernende Sackkeimtniis, alsdie Abfclieidung delfeiben durch die Körnung.
Die Railliiudeurs ziehen den gekörnten Rohzucker demcandisai'tig regelmäßig criftailißrten vor; ob mit Grund?kann ich wegen Mangel an hinreichenden Erfahrungennicht enlfcheiden, chemifohe Gründe fprechen aber lehrdawider.
Die Körnung des Zuckers kann im Sommer zu einerZeit gefeliehen, wo nur wenige Arbeiten in der Zucker-fabrik« zu verrichten lind, wogegen die regelmäßige Cri-Italliiation grülstenlheils, um au Brennmaterial zu erfpa-ren , im Winter, wenn der Runkelrübenfaft in den Pfan-nen bearbeitet wird, vorgenommen werden mufs, weildurch das zum ileitzen der Pfannen erforderliche Brenn-material zugleich die Crillalliiirftube erwärmt werdenkann.
Endlich fo lll der durch reguläre Criftallifation ge-wonnene Rohzucker in der äufserlichen Form von dem in-difclien Rohzucker, dem Anteilen nach, deshalb verfchie-den, weil er in greisem Criitalleu gebildet ilt; dagegender durch Körnen abgefchiedenc Ro.hzuckcr ganz das An-teilen der indjfchen Rohzucker hat, wodurch er lieh, demvon Vorurllieilen nicht freien Käufer, mehr euipfiehit.
§. JOJ.
Ich hefehliefse diefen Abfehnilt mit der Bemerkung,dafs der durch die crile reguläre C-riftal lifatlon dargellellteRohzucker, wenn er nocii mehr geläutert werden foil,ftatt fo leben zum zwcytcnmal nach dem 27b. bis 277. §.regelmäßig criltalliliren zu lallen, auf dem Wege der Kör-nung ebenfalls veredelt worden kann. In diefer Abhclitwird er in ein und ein Ykrtelmai fo viel ftarkem Kalk-weißer, als er felblt wiegt, in einer Klärpfanne aufgeiölt,durch Zufatz von lö bis 20 Quart abgerahmte Milch aui100 Pfund Zucker geklärt, die Kläre in der Verdampl-pünme bis zur Körnung eingedickt, und aus folcher inFormen gehilfen , in weichen er eben fo behandelt wird,wie der unmittelbar zum Körnen gebrachte Zuckorfyrup,worüber die Paragraphen m 83 bis 299 belehren.