Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
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wenn nun ein Staat nicht langer im Stande ist die Ko-sten zu ertragen, welche solche bloß zum Scheine derMacht und des Reichthums unterhaltene Besitzungenverursachen: muß er sich nicht alsdann von ihnen los-machen? Muß er nicht, wenn er nicht seine Einkünftebis zu dem Umfange seiner Ausgaben ausdehnen kann,seine Ausgaben zu den Schranken seiner Einkünfte zu-rückzubringen suchen?

Sollen die amerikanischen Kolonien, trotz ihrerWeigerung, sich den brittischen Austagen zu unterwer-fen , noch ferner als Provinzen von Großbritannien an-gesehen werden: wer verbürgt uns, daß nicht ein neuerKrieg in kurzem entsteht, in welchem sie mit eben sogroßem Aufwande, als jemahls um ihrentwillen ist imKriege gemacht worden, vertheidiget werden müssen?Die Staatsleute, welche die Geschäfte Großbritan-niens regierten, haben seit einem Jahrhunderte demVolke dieses Landes vorgespiegelt, daß es jenseits des at-lantischen Meers ein großes, weit ausgedehntes Reichbesitze. Aber in der That ist es eine leere Einbildunggewesen. Nicht ein wirkliches Reich war es, sondernnur ein Projeet, künftig eines daselbst zu gründen.Amerika war keine Goldgrube für England, sondernnur ein Ort, wo man hoffte, künftig eine zu finden.Aber diese Projecte und Hoffnungen haben England un-geheure Summen gekostet, kosten sie ihm noch, undwerden in Zukunft ähnlichen Aufwand verursachen,ohne daß auch nur ein wahrscheinlicher Vortheil da-von zu erwarten wäre. Denn daß der Alleinhandelmit den Kolonien kein solcher Vortheil ist; daß er

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