Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
396
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Z?6

Drittes Kapitel.

Von Staatsschulden.

habe in dem dritten Buche dieser Untersuchung zuzeigen gesucht, daß in dem ersten rohen Zustandeder Gesellschaft, in welchem weder Handel noch Mann-facturen vorhanden,und diejenigen Aufwand verur-sachenden Gegenstände des Genusses, oder des Schmu-ckes, welche von beyden erst herbeygeschaffc werden, gänz-lich unbekannt sind, reiche Leute von ihren Einkünftenkemen andern Gebrauch zu machen im Stande sind, alsdiejenige Anzahl von Menschen, welche von denselben er-nährt werden können, wirklich damit zu unterhalten.Man kann Zwar mit Recht sagen, daß zu allen Zeitendas Einkommen eines Menschen der Omantirät von Le-bensmitteln gleich sey, über die er dadurch gebiethen kann.Aber in jenem rohen Zustande werden die Einkünfte derReichen ihnen wirklich in nichts anderm, als in großenO.uantikäten dieser Nothwendigkeiten des Lebens, in ro-hen und einfachen Materialien zur Ernährung oder zurKleidung, in Getreide und Vieh, in Wolle und rohenHäuten, bezahlt. Wenn nun der Handel und die Ma-nufacturen dem Reichen, für das, was er an diesen Ma-terialien überflüßig hat, und selbst nicht braucht, nichtsanbiethen, was er dagegen eintauschen könnte: so kanner mit diesem Überschüsse nichts anders anfangen, alsdaß er so viele Menschen davon ernähre und kleide, alssich davon ernähren und kleiden lassen. In dieser Lage

der