Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
422
Einzelbild herunterladen
 

42 2

Stande, weil sie keine Auflagen ausfindig zu machenwissen, deren Ertrag für die neuen Bedürfnisse großgenug wäre. Aus aller der Verlegenheit, welche dieFolge dieser Furcht und dieses Unvermögens ist, ziehtsie die Methode des Borgens, wenn der Zustand derDinge im Staate den Gebrauch derselben erlaubt.Durchs Borgen sind sie im Stande, mit einer kleinenVermehrung der Auflagen, von Jahr zu Jahre, daszur Fortführung des Krieges nöthige Geld auszubrin-gen. Und wenn sie diese Darlehen durch die Methodedes FundlMls oder durch Anweisung immerwährenderRenten aufnehmen: so erhalten sie die größte möglicheSumme für die kleinsten möglichen Zinsen. Sie ver-mehren also ihre Einkünfte um Vieles, indeß sie dieAuflagen nur um ein Senttges vermehren. In die-sem Falle empfinden, in großen Reichen, die Einwoh-ner der Hauptstadt, oder der vorn Kriegsschauplätzeentfernten Provinzen wenig oder nichts von den Unbe-quemlichkeiten des Krieges, und genießen ungestört dasVergnügen, sich in den Zeitungen von den Heldentha-ten ihrer Armeen und Flotten unterrichten zu lassen.Dieses Vergnügen hält sie für den kleinen Zuwachs derAusgaben, den ihnen der Krieg durch die vermehrtenAuflager, verursacht, reichlich schadlos. Sie sind da-her gemeiniglich mit der Rückkehr des Friedens unzu-frieden, der diesem Zeitvertreibe, und mit ihm einerMenge schwärmerischer Hoffnungen, von Eroberungenund Nakionalruhm ein Ende macht.

Die Rückkehr des Friedens befreyet sie in der Thatselten von den Abgaben, die während des Krieges ihnenaufgelegt worden waren. Diese Abgaben sind auf

immer