Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
419
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kürzerer Zeit schuldenfrei) wird, wenn nur die Summe,die man in dem jetzigen Augenblicke erhält, so groß alsmöglich ist.

In Frankreich besteht ein weit größerer Theil deröffentlichen Schulden in Leibrenten, alö in England.In einer Schrift, welche das Parlament von Bour-deaux dem Könige im Jahr 1764 überreicht hat, wirddie ganze französische Nationalschuld auf 2400 Millio-nen Livres, und der Theil derselben, für welchen Leib-renten bezahlt werden, auf drey hundert Millionen,also auf den achten Theil des Ganzen berechnet. DieLeibrenten selbst, welche der Staat jährlich auszuzahsenhat, betragen dreyßig Millionen, den vierten Theilvon hundert und zwanzig Millionen, welche als diejährlichen Zinsen der gestimmten Schuld angenommenwerden. Ich weiß recht gut, daß Schätzungen der Artselten genau sind. Aber da diese Schätzung von einemso ansehnlichen Collegium, als der Wahrheit sich we-nigstens nähernd, dem Könige vorgelegt worden ist:so hat man Ursache, ihr Glauben beyzumeffen. Die-ser Unterschied in der Art, wie die französische, undder, wie die englische Regierung Geld borgt, kömmtnicht davon her, daß die eine ängstlicher besorgt wäre,als die andere, die Staatseinkünfte von den daraufhaftenden Schulden zu befreyen: er entsteht bloß ausdem verschiedenen Interesse und den verschiedenen Ab-sichten der Geldverleiher in beyden Ländern.

In England ist der Sitz der Regierung in dergrößten Handelsstadt der Welt. Kaufleute sind es.al-so gemeiniglich, welche der Regierung Geld vorschie-

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