zend zu seyn.' Um sich einen) der Art nach ähnlichen,obgleich dem Grade nach geringern Glanz zn versä-aften,verabschieden die Adelichm ihr Gefolge, machen ihre Va-sallen unabhängig, und werden nach und nach eben sounbedeutende Staatsglieder, als die reichen Bürger inden Städten. Dieselben kleinlichen Leidenschaften, wel-che den Adel hierbei) regieren, haben auch auf den Lan-desherrn Einfluß. Wie läßt es sich auch denken, daßer der einzige reiche Mann in seinem Staate seyn sollte,der gegen Vergnügungen der Art unempfindlich wäre?Weim er auch nicht, — welches doch sehr zu vermuthenist, -— auf diese Vergnügungen einen so großen Theilseiner Einkünfte verwendet, daß dadurch die Verrheidi-gungskrafte des Staats geschwächt werden: so wird erwenigstens alles, was nach Abzug der Vertheidigungs-kosten von seinen Einkünften übrig bleibt, darauf anwen-den. Nun wird also seine gewöhnliche Ausgabe anfan-gen, seiner gewöhnlichen Einnahme gleich zu werden:Glück genug, wenn jene diese von nun an nicht überstei-get. Daß der Landesherr Schäße sammle, kann in die-ser Lage nicht mehr erwartet werden; und wenn also au-ßerordentliche Vorfälle außerordentliche Ausgaben vonihm fordern: so wird er genöthigt seyn, seine Untertha-nee um außerordentliche Hülfe anzusprechen. Der Kö-nig von Preußen (Friedrich der zweyte) und sein Va-ter sind die einzigen großen Fürsten in Europa, die seitHeinrichs des vierten Tode, das heißt, seit 1612 einen,beträchtlichen Schaß gesammelt haben.
Die republikanischen Staaten haben in dieser Ab-sicht vor den monarchischen wenig voraus. Die Spar-samkeit, welche zum Sammeln führt, ist bey jenen
so