Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
400
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zend zu seyn.' Um sich einen) der Art nach ähnlichen,obgleich dem Grade nach geringern Glanz zn versä-aften,verabschieden die Adelichm ihr Gefolge, machen ihre Va-sallen unabhängig, und werden nach und nach eben sounbedeutende Staatsglieder, als die reichen Bürger inden Städten. Dieselben kleinlichen Leidenschaften, wel-che den Adel hierbei) regieren, haben auch auf den Lan-desherrn Einfluß. Wie läßt es sich auch denken, daßer der einzige reiche Mann in seinem Staate seyn sollte,der gegen Vergnügungen der Art unempfindlich wäre?Weim er auch nicht, welches doch sehr zu vermuthenist, - auf diese Vergnügungen einen so großen Theilseiner Einkünfte verwendet, daß dadurch die Verrheidi-gungskrafte des Staats geschwächt werden: so wird erwenigstens alles, was nach Abzug der Vertheidigungs-kosten von seinen Einkünften übrig bleibt, darauf anwen-den. Nun wird also seine gewöhnliche Ausgabe anfan-gen, seiner gewöhnlichen Einnahme gleich zu werden:Glück genug, wenn jene diese von nun an nicht überstei-get. Daß der Landesherr Schäße sammle, kann in die-ser Lage nicht mehr erwartet werden; und wenn also au-ßerordentliche Vorfälle außerordentliche Ausgaben vonihm fordern: so wird er genöthigt seyn, seine Untertha-nee um außerordentliche Hülfe anzusprechen. Der Kö-nig von Preußen (Friedrich der zweyte) und sein Va-ter sind die einzigen großen Fürsten in Europa, die seitHeinrichs des vierten Tode, das heißt, seit 1612 einen,beträchtlichen Schaß gesammelt haben.

Die republikanischen Staaten haben in dieser Ab-sicht vor den monarchischen wenig voraus. Die Spar-samkeit, welche zum Sammeln führt, ist bey jenen

so