Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
395
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reichen Kaufmannsfamilken, entweder einen unmittel-baren Anrheil an der Regierung, oder einen mittelba-ren Einfluß auf dieselbe. Um dieses Ansehens willen,dessen sie genießen, bleiben sie gerne in diesem Lande;obgleich daselbst ihre Gelder, wenn sie sie selbst anlegen,ihnen weniger Gewinnst und wenn sie sie ausleihen,ihnen weniger Zinsen bringen, als sie anderswo erhaltenkennten ; und ob sie gleich überdieß mit eben den Ein-künften, hier weniger von den Nothwendigkeiten undBequemlichkeiten des Lebens erkaufen können, als inirgend einem Lande von Europa dafür zu haben wäre.Der Aufenthalt ft vieler reichen Leute, hält, aller an-dern nachtheiligcn Umstände ungeachtet, doch HollandsG werbsleiß noch in einem gewissen Grade aufrecht.Soll-e irgend ein öffentliches Unglück die republikanischeRegierungsform der Niederlande zerstören, und dieganze Staatsverwaltung in die Hände des Adels unddes Militärs bringen wodurch zu gleicher Zeit dieWichtigkeit dieser reichen Kaufleute gänzlich vernichtetwerden müßte: so würden diese gar bald abgeneigtwerten, in einem Lande ferner zu leben, in welchem sienicht mehr, wie zuvor, geachtet wären. Sie würdendann nicht säumen, ihren Aufenthalt nach andern Län-dern zu verlegen, und ihre Kapitalien mit sich dorthinzu ziehen. Und mit ihnen würde der durch ihr Geld un-terstützte und genährte Handel und Gcwerbsleiß Hollandszugleich auswandern.

Drit-