Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
371
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men, der niemandem Rechenschaft abzulegen hat. Da-her ist es geschehen, daß, ob er gleich meistentheils dieAbgabe selbst sehr erhöhet, er doch zugleich denEndzweck derselben oft gänzlich vernachläßiget hat.Wenn je in England die an den Schlagbäumen erhobe-nen Gelder zu den Einkünften des Landesherr» geschla-gen werden: so können wir aus den Beyspielen andererNationen die wahrscheinlichen Folgen voraussehen.

Alle diese Wegezölle werden ohne Zweifel zuletztebenfalls von dem Consumenten der auf diesen Wegentransportirten Waaren bezahlt. Aber wenn nicht derWerth, sondern Gewicht und Umfang dieser Waarender Maßstab der Wegezölle ist: so wird durch diese Ab-gabe der Consument nicht nach Maßgabe seines Auf-wandes besteuert; denn diese hängt von dem Wertheder verbrauchten Waaren ab. Würden jene Zölle nichtnach der Schwere und Größe, sondern nach dem ange-nommenen Werthe der transportirten Waaren erhoben:so wären sie eine Art innerer Landaccise, die den wich-tigsten Zweig des Handels, den, welcher innerhalb deSLandes selbst geführt wird, sehr beschränken und beein-trächtigen würde.

In einigen kleinern Staaten werden so genannteTransito-Zölle von den durch sie hindurch gehendenWaaren bezahlt, die jenen Wege-Zöllen sehr ähnlichsind. Einige der kleinen italienischen Staaten, dieam Po und an den Flüssen liegen, die in ihn fallen,ziehen einen Theil ihrer Einkünfte aus solchen Transito«Zöllen. Sie werden ganz von den Fremden bezahlt;und vielleicht ist dieß die einzige Steuer, die ein Staat

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