Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
359
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«uf dke höher» Stande. Nur zwey Fälle sind möglich.Entweder wird durch solche Auflagen der Arbeitslohn er-höhet; oder es wird die Nachfrage nach Arbeit vermin-dert. Ist das erstere: so bezahlt die Auflage nicht derarme Arbeiter, sondern der reiche Confument. Geschiehtdas zweyte; so vermindert sich die Anzahl arbeitenderHände, und mit ihr das jährliche Landeserzeugniß;und dieß ist doch der Fond, woraus alle Abgaben be-zahlt werden müssen. - Welche Verminderung aber

auch durch solche Auflagen in der Nachfrage nach Arbeitmag verursacht werden: so wird doch immer zugleich derArbeitslohn höher hinan getrieben, als er, bey gleicherNachfrage, seyn würde; und diesen erhöheten Lohn zah-len doch am Ende gewiß die hohem Stände. Viereund Branntweine, die nicht zum Verkaufe, sondernzum eigenen Verbrauche gebrauet, oder abgezogen wer-den , sind in Großbritannien keiner Accise unrerworsen.Diese Befreyung, deren Absicht ist, die Privatfamiliender lästigen Besuche der Accisebeamten lind ihrer Unter-suchungen zu entheben, wird Ursache, daß die Last jenerAuflagen oft weit mehr auf die Armen, als auf die Rei-chen fällt. Zwar giebt es nur wenige Familien, die bloßzu ihrem eigenen Gebrauche, Branntwein brennen.Aber sein eigenes Bier zu brauen, ist auf dem Lande invielen Familien des Mittelstandes, und in allen reichenund großen Häusern sehr gewöhnlich. Diesen kostet al-so, von ihrem starken Biere, das Faß acht Schillingeweniger, als ein Faß von gleichem Biere dem gemeinenBrauer kostet. Dieser verlangt von den vorgeschossenenAecssegeMen seine Zinsen, ebensowohl, als von allenseinen andern Auslagen. Solche reiche Familien trin-ken also ihr Bier wenigstens neun oder zehn Schillinge

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