Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
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Würde überhaupt das ganze Zollwesen bloß als einMittel, dem Staate Einkünfte zu verschaffen, nicht alsein Mittel, dem Kaufmanns den Alleinhandel zu sichern,behandelt; würden die Zölle in dem Maße auf jedeWaare gelegt, und in dem Maße erhöhet und herab-gesetzt, in welchem sie die größte Einnahme hoffen lassen';und würde zugleich dem Schleichhandel, auch bey ziem-lich hohen Zöllen, durch ein dem beschriebenen ähnli-ches Verwaltungssystem vorgebeugt: so würden vielleichtnur einige wenige große Artikel eines allgemeinen Ver-brauchs mit Zöllen belegt werden dürfen, und würdendoch eben so viel einbringen, als jetzt die so vervielfäl-tigten Zölle auf alle Arten der Waaren bringen. Zu-gleich aber würde es möglich werben, der Zollverwal-tung diejenige Einfachheit, Sicherheit und Bestimmt-heit zu geben, die in der Acciseverwaltung herrscht.Alles was jetzt der Staat an Rückzöllen für die nur zumScheine ausgeführte Waaren, welche heimlich ins Landauderswo wieder eingebracht werden, bezahlt, würde eralsdann ersparen können. Wenn nun zu dieser Erspar-niß noch die Aufhebung aller Ausfuhrprämien, nurmit Ausnahme derjenigen Fälle, käme, wo diese Prä-mien eigentlich nichts anders, als die Wiedererstattungder schon auf die Waaren bezahlten Arcisegefälle, sind:so würde gewiß, bey der gedachten Einschränkung derZölle auf wenige Gegenstände, doch ihr Ertrag unver-ändert bleiben.

Wenn aber bey dieser neuen Zollverwaltung dieköniglichen Gefalle nicht leiden: so verdient sie gewißden Vorzug, da Handel und Gewerbe unstreitig vielbey ihr gewinnen. Es würde nehmlich alsdann der

Handel