Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
259
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Ertrage ihrer Güter einen beträchtlichen Theil mehr alsandre Eigenthümer abgäben. In einigen Ländern sinddie Güter der Geistlichkeit von allen Abgaben frey: inandern sind sie weit weniger besteuert, als andre Län-dereyen. So stnv, zum Beyspiele, im HerzogkhumeMailand die Güter, welche die Kirche schon vor 1575besaß, nur zum dritten Theile ihres wahren Werths zurSteuer angeschlagen.

In Schlesien sind adeliche Güter um drey vomHundert höher angeschlagen, als Bauergüker "). Wahr-scheinlich glaubte der König, daß die herrschaftlichenund Ehren-Rechte, we.rbe an den erster» hasten, einehm!a 'g iche Vergütung für ein kleine Erhöhung ihr-kAbgaben wäre»; »nd daß die Art von demüthigenderUnterwürfig!eit, welche mit den andern verbürgen ist,durch eins etwas niedrigere Vesteurung erleichtert wer-den müsse. In andern Ländern vermehrt das ange-nommene Vesteunmgosystem die schon vorhandene Un-gleichheit der Besitzungen, anstatt sie zu vermindern.In den Staaten des Königs von Sardinien, und in den-jenigen Provinzen Frankreichs, die der soqenammtenraille reelle oder cles Kiens-stonris unterworfen sind,liegt die Last der Steuer ganz allein auf den nnadelichenGütern, und die adelicheu sind ganz davon ausge-nommen.

R 2 Eins

Wie unrichtig diese- sey, und wie wenig also die folgende Re»fierivn des Verfassers auf den wirklichen Zustand der Dinge inSchlesien paßt, da wirklich die Bauei guter um fünf und zweyDiittheile vvm Hundert hoher als die adeliche» Güter ange,schlagen sind, erhellet ausbm vorhergehenden Anmerkungen.

A. d. U>