Druckschrift 
3 (1799)
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len auf Universitäten eine bessere Versorgung. In die-sem Falle haben die Universitäten die Auswahl der vor-züglichsten Subjecte auö allen, die sich dem geistlichenStande gewidmet haben, und welche in allen Lan-dern die zahlreichste Klasse der Gelehrten ausmachen.Wo die Kirchenpfründen hingegen zum Theile sehr an-sehnlich sind, da ziehen sie die sich am meisten auszeich-nenden Gelehrten von den Universitäten an sich: indemsich zu diesen leicht ein Kirchenpatron findet, der sichselbst dadurch Ehre machen will, daß er einem berühm-ten Manne die von ihm abhängende Pfründe zuwen-det. In der ersten Lage der Dinge läßt sich erwarten,daß die Universitäten mit den vornehmsten Gelehrtendes Landes angefüllt seyn werden; in der letzten, daßes unter den akademischen Lehrern nur wenige Männervon ausgezeichneten Talenten geben wird, und daß,wenn es deren giebt, sie unter den jungen Gliedern derUniversität sich befinden, welche ihr wahrscheinlich eherwieder entzogen werden, als sie diejenige Erfahrungund Einsichten erlangt haben, durch welche allein sieihr recht nützlich werden können. Voltaire merkt an,daß unter allen Universitätsgelehrten in Frankreich, derPater Porree, ein Jesuit, der einzigeist, dessen Wer-ke sich lesen lassen. In einem Lande, welches so vielegroße Schriftsteller hervorgebracht hat, muß es in derTbat befremden, daß kaum einer von ihnen ein Pro-fessor auf einer Universität gewesen ist. Der berühmteGassendi, war anfänglich Professor zu Air. Sobaldsein Genie aufblühte: wurde ihm vorgestellt, daß,wenn er sich der Kirche widmete, er sowohl weit mehrRuhe, Einkommen und Bequemlichkeit, als mehrMuße und Hülfsmittel zur Erweiterung seiner Kennt-nisse