Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
213
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Nisse finden würde; und er folgte dem guten Rathe au-genblicklich. Was Voltaire von Frankreich sagt, gilt,glaube ich, von allen katholischen Ländern. Seltenfinden wir in irgend einem einen ausgezeichneten Ge-lehrten als Professor auf einer Universität es seydenn in dem Fache der Arzneykunst und Nechtsgelahrt-heit, zwey Professionen, aus welchen die, welche sichihnen widmen, nicht leicht zur Kirche übergehen. Nachder römischen Kirche ist die englische ohne Zweifel diereichste und die am besten ausgesteuerte in der Christen-heit. In England zieht daher auch die Kirche bestän-dig von den Universitäten ihre besten und geschicktestenMitglieder weg: und unter den alten sogenannten Au-toren der Collegien in Oxford und Cambridge sind ebenso selten Personen zu finden, die in ganz Europa ihrerGelehrsamkeit wegen berühmt wären, als Professorendieser Art auf den katholischen Universitäten find. InGenf hingegen, in der protestantischen Schweiz, indem protestantischen Theile von Deutschland, in Hol-land, in Schottland, in Schweden und Dänemarksind, wo nicht alle, doch die meisten ihrer großen Ge.lehrten Univcrfitätö-Professoren gewesen. In diesenLändern sind es aber auch die Universitäten, welche derKirche die vorzüglichsten Glieder entwenden.

Es ist vielleicht eins nicht ganz unwichtige Beiner»kung, daß, wenn wir die Dichter und einige wenigeRedner und Geschichtschreiber ausnehmen, die meistenübrigen Gelehrten, sowohl in Rom als in Griechen-land, öffentliche oder Privatlehrer, entweder der Phi-losophie oder Redekunst gewesen sind. Diese Bemer-kung wird richtig befunden, von den Zeiten des Plato

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