Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
211
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bleiblich lächerlich; und sind überdieß für seinen häus-lichen Zustand von eben so verderblichen Folgen, alssie für den Zustand des gemeinsten Mannes sind.Er ist also verbunden, seine eigene Aufführung nacheben den Grundsätzen der Sittlichkeit einzurichten, wel-che der gemeine Mann am meisten in Ehren halt. Die-jenige Lebensart, welche ihm die Gunst und Achtungdesselben am gewissesten erwirbt, ist-auch die, welcheseiner eigenen Lage die angemessenste, und seinem In-teresss die zuträglichste ist. Der gemeine Mann siehtihn mit der eigenen Art von Zuneigung an, die er füreine Person hat, welche sich seinem Stande nähert,aber wie ihm dünkt, auf einer Hähern Stufe stehensollte. Und so wie ein solcher ärmerer Lehrer von dengemeinen Leuten geliebt wird: so gewinnt er sie auchhinwiederum lieb, unterrichtet sie sorgfältiger, undsteht ihnen mit größerer Bereitwilligkeit in ihrer Nothbey. Selbst die Vorurtheile des gegen ihn so günstiggesinnten gemeinen Mannes behandelt er mit Scho-nung, und nie kränkt er ihn durch das stelze und ver-ächtliche Herabsehen auf ihn, das dieser von den rei-chen Prälaten zu gut docirter Kirchen nur zu oft erfah-ren muß. Um deßwillen hat auch keine Geistlichkeitso viel Einfluß über die Gemüther der niedern Volks-klassen als die presbyterianische. Und nirgends sind,ohne Zwang und Verfolgung , diese Klassen so einge-theilt bey der herrschenden Kirche geblieben, als inLändern, wo die presbyterianische Kirche die herrschen-de ist.

In Ländern, wo die geistlichen Aemter so mäßigeEinkünfte haben, geben gemeiniglich die Proftssorstel-

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