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terschied zwischen dem Einkommen der bessern und dergeringern Pfarren selten so groß, daß er den, welchereine der letzter» im Besitze hat, in Versuchung führte,sich um die bessere durch niedrige Künste der Schmei-chelei) zu bewerben. In allen presbyterianischen Kir-chen, wo die Patronatörechke in völliger Ausübung sind,sucht die Geistlichkeit durch edlere Mittel sich die Gunstihrer Obern zu verschaffen, — durch Gelehrsamkeit,durch eine unbescholtene Aufführung, und durch einetreue und fleißige Erfüllung ihrer Pflichten. DieKir-chenpatrone klagen selbst oft über den unabhängigenGeist, mit welchem ihre Geistlichkeit handelt, und siesind geneigt, ihr dieß als einen Undank gegen empfan-gene Wohlthaten auszulegen. Es ist aber im schlimm»sten Falle nichts anders, als die Unbefangenheit, wel»che bey ihr natürlicher Weise aus dem Bewußtseyn ent-steht, keine ähnliche Wohlthaten in der Zukunft mehrerwarten zu dürfen. Vielleicht giebt es in ganz Euro-pa keine Klasse von Menschen, die sich durch Gelehr-samkeit, anständige Aufführung, und edle Freymüthg-keit vortheilhafter auszeichnete;— keine, die der all-gemeinen Achtung würdiger wäre, als die presbyteria-nische Geistlichkeit in Holland, Schottland, Genfundder Schweiz.
Da wo die Kirchenamter alle gleiche Einnahmenhaben, kann das Einkommen keines einzigengroß seyn.Diese Mittelmäßigkeit der Pfründen, ob sie gleich zuweit getrieben seyn kann, hat doch ihre sehr guten Fol-gen. Nichts als eine exemplarische Sittlichkeit kanneinem Manne von geringem Vermögen Würde verschaf-fen. Leichtsinn und Eitelkeit machen ihn fast unaus-
bleib-